{"id":87,"date":"2016-05-01T21:13:39","date_gmt":"2016-05-01T19:13:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/first\/?page_id=87"},"modified":"2017-01-02T11:20:18","modified_gmt":"2017-01-02T10:20:18","slug":"zwangsstoerungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/?page_id=87","title":{"rendered":"Zwangsst\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<p>Die meisten Menschen haben schon einmal Gedanken bei sich wahrgenommen, \u00fcber die sie sich erschreckt haben. Oft sind das Gedanken mit aggressivem oder sexuellem Inhalt. In der Regel geben wir diesen Gedanken dann aber nicht zu viel Aufmerksamkeit, und bewerten es als das was es tats\u00e4chlich ist \u2013 n\u00e4mlich einfach nur ein Gedanke der dann meist auch wieder verschwindet.<\/p>\n<p>Besonders bei Menschen mit \u00fcbertrieben moralischem Anspruch kann es aber sein, dass sie diesen Gedanken als bedrohlich erleben. So als h\u00e4tte der aggressive oder sexuelle Gedanke die Macht unser Verhalten zu steuern. Hier beginnt dann meist ein verh\u00e4ngnisvoller Teufelskreis: Es wird versucht diese Gedanken zu verhindern und zu unterdr\u00fccken also \u201eden Gedanken nicht zu denken\u201c. Je mehr wir das versuchen und uns gleichzeitig kontrollieren, ob diese Gedanken auch wirklich nicht da sind, desto st\u00e4rker und pr\u00e4senter werden sie nat\u00fcrlich. Dieser Prozess ist meist mit Leiden, Scham und Schuld verbunden und schr\u00e4nkt die Lebensqualit\u00e4t oft massiv ein.<\/p>\n<p>In der Therapie ist oft ein erster Schritt, die Inhalten der Zwangsgedanken auszusprechen, weil da meist sehr viel Scham damit verbunden ist. Therapieziel ist es dann, den Gedanken die Bedrohlichkeit zu nehmen und nicht mehr gegen sie anzuk\u00e4mpfen. Es geht darum,\u00a0 MIT den Gedanken sich wieder einem Leben zuzuwenden, das uns wertvoll und richtig erscheint.<\/p>\n<p>Mit Zwangsgedanken stehen dann auch oft sogenannte Zwangshandlungen im Zusammenhang. Das sind meist Kontrollzw\u00e4nge (z.B. unz\u00e4hliges \u00dcberpr\u00fcfen des Herdes), Reinigungszw\u00e4nge (z.B. exzessives H\u00e4ndewaschen) oder zwanghaftes Gr\u00fcbeln (z.B. durch endlose Argumentationsketten sich beweisen, dass man keine gewaltt\u00e4tigen Phantasien hat). Das passiert oft im Rahmen von zeitaufwendigen Ritualen, die dann auch die Zeit f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Die Betroffenen haben es sich dann manchmal auch schon so in ihrer Zwangswelt \u201eeingerichtet\u201c, dass es ein erstes Therapieziel sein kann, Vorstellungen von einem anderen Leben hervorzuholen, im Sinne von \u201eWas w\u00fcrde ich \u00fcberhaupt machen, wenn ich den Zwang nicht mehr h\u00e4tte?\u201c.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil bei der Therapie von Zwangshandlungen ist die Konfrontation mit zwangsausl\u00f6senden Situationen. Dabei soll der Zeitaufwand f\u00fcr die Zwangshandlungen schrittweise reduzieren werden (z.B. nur mehr dreimal den Herd \u00fcberpr\u00fcfen). Damit verbunden ist nat\u00fcrlich das Erlernen eines Umgangs mit Anspannungen und Unsicherheiten, die bei Reduzierung der Zwangshandlungen auftreten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Menschen haben schon einmal Gedanken bei sich wahrgenommen, \u00fcber die sie sich erschreckt haben. Oft sind das Gedanken mit aggressivem oder sexuellem Inhalt. 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