{"id":97,"date":"2016-05-01T21:26:28","date_gmt":"2016-05-01T19:26:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/first\/?page_id=97"},"modified":"2018-01-08T10:11:43","modified_gmt":"2018-01-08T09:11:43","slug":"prokrastination","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/?page_id=97","title":{"rendered":"Prokrastination"},"content":{"rendered":"<p>Prokrastination bezeichnet ein Verhaltensmuster, bei dem wichtige T\u00e4tigkeiten immer wieder aufgeschoben werden. Das Aufschieben von unangenehmen T\u00e4tigkeiten ist etwas allgemein menschliches und ist weit verbreitet. Insofern muss Prokrastination auch vom allt\u00e4glichen Aufschieben unterschieden werden. Obwohl es keine genaue Definition oder Diagnose gibt, sind es wohl folgende Punkte, die den Unterschied machen:<\/p>\n<ul>\n<li>das Ausma\u00df der Folgen des Aufschieben ist deutlich, wie z.B. Pf\u00e4ndungen, Arbeitslosigkeit, Probleme mit Kollegen und Vorgesetzten, Abbruch des Studiums, sozialer R\u00fcckzug etc.<\/li>\n<li>Die gedankliche Besch\u00e4ftigung mit dem, was man tun \u201esollte\u201c, nimmt sehr viel Raum ein.<\/li>\n<li>Besonders das Beginnen einer unangenehmen T\u00e4tigkeit f\u00e4llt schwer: Es werden \u00fcberwiegend andere, angenehmere T\u00e4tigkeiten vorgezogen.<\/li>\n<li>Die aufgeschobene T\u00e4tigkeit ruft Abneigung und Widerwillen hervor.<\/li>\n<li>Oft f\u00fchrt das Aufschieben bei den Betroffenen zu k\u00f6rperlichen Symptomen (z.B. Schlaflosigkeit, Verspannungen, Verdauungsbeschwerden) oder zu psychischen Problemen (z.B. Depression, Angst, Unruhe).<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Therapie ist es dann wichtig, sein Aufschiebemuster bewusster kennenzulernen. Entscheidend dabei sind unsere Gedanken, mit denen wir das Aufschieben rechtfertigen. Beispiele f\u00fcr solche Gedanken sind:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eIch schaffe es sowieso nicht, da brauch ich gar nicht erst anfangen\u201c<\/li>\n<li>\u201eIch bin gerade nicht in der richtigen Stimmung zum Anfangen\u201c<\/li>\n<li>\u201eIch schaue noch einmal kurz auf meine mails\/facebook\/youtube, auf die paar Minuten kommt es ja jetzt auch nicht an\u201c<\/li>\n<li>\u201eIch muss zuerst auf die Muse warten, dann wird es von selbst flie\u00dfen\u201c<\/li>\n<li>\u201eDann mach ich halt morgen das Doppelte!\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gilt, diese Gedanken als aufrechterhaltender Teil der Prokrastination zu identifizieren, um sich dementsprechend davon zu distanzieren.<\/p>\n<p>In weiteren Schritten geht es um das Erh\u00f6hen von Verbindlichkeiten, indem man zum Beispiel genaue Pl\u00e4ne mit Arbeitszeiten und Pausenzeiten festlegt. Wichtig ist, dass diese Pl\u00e4ne realistisch sind: aus einem Druck heraus, alles schnell nachholen zu m\u00fcssen, neigen Betroffene oft dazu, sich mit den Pl\u00e4nen v\u00f6llig zu \u00fcberfordern. Die Folgen sind erneute Versagensgef\u00fchle und h\u00f6chstwahrscheinlich wieder ein \u00dcbergehen zu alten Aufschiebemustern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prokrastination bezeichnet ein Verhaltensmuster, bei dem wichtige T\u00e4tigkeiten immer wieder aufgeschoben werden. Das Aufschieben von unangenehmen T\u00e4tigkeiten ist etwas allgemein menschliches und ist weit verbreitet. Insofern muss Prokrastination auch vom allt\u00e4glichen Aufschieben unterschieden werden. Obwohl es keine genaue Definition oder Diagnose gibt, sind es wohl folgende Punkte, die den Unterschied machen: das Ausma\u00df der Folgen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-97","page","type-page","status-publish","hentry"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/97","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=97"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/97\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":218,"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/97\/revisions\/218"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapie-niedermayr.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=97"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}